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Hauptwirkungsstätte von Störtebeker war die Nordsee  
Klaus Störtebeker - legendärer
Pirat in Nord- und Ostsee
Inquisition.de

Die WebSite Stoertebeker.info informiert über das Leben und Sterben des Klaus Störtebeker, jenes legendären Seehelden, der als der bedeutendste - zumindest aber der bekannteste - Pirat an deutschen Küsten gelten muss.

Störtebeker-Festspiele - jedes Jahr eine grosses Freiluft-Spektakel

Geboren wurde Klaus Störtebeker vor etwa 650 Jahren, so um das Jahr 1360 herum, zu einer Zeit also, in der der Handel zunehmend Fahrt aufnahm und die Hansestädte - vor allem die Städte an der Küste, wie Hamburg, Bremen und Lübeck - durch ihre wirtschaftliche Macht einen erheblichen Einfluss hatten. Der Geburtsort ist genauso unklar, wie das wirkliche Datum. Er könnte aus dem Bremischen kommen, vielleicht war aber auch Wismar seine Heimat. Dort kann man jedenfalls ein Haus besichtigen, das definitiv als Störtebekers Geburtshaus bezeichnet wird.

Wie die meisten Piraten kann Störtebeker keineswegs als gewöhnlicher Krimineller gesehen werden: Die meisten Piraten könnte man eher mit Söldnern (wie der Fremdenlegion) vergleichen. Sie waren fast alle mit der Duldung - teilweise auch direkt im Dienste - von Herrschern unterwegs und hatten in diesem Sinne eine politische Funktion.

In der Ostsee z.B. unterstützten die Vitalienbrüder die Schweden im Kampf gegen die Dänen. Der König von Schweden (Albrecht der Dritte) war auch regierender Herzog von Mecklenburg. Für die Kaperung feindlicher (also dänischer, aber auch Lübecker) Schiffe erhielten die Freibeuter Kaperbriefe (also sozusagen eine Erlaubnis), mit denen sie ihre Beute ganz offiziell auf dem Markt von Wismar verkaufen konnten.

Störtebeker hatte auch grossen Rückhalt bei einigen ostfriesischen Herrschern (korrekter: Häuptlingen), zumal er ab Ende des 14. Jahrhunderts verwandtschaftliche Beziehungen nach dort hatte: 1396 hat er wohl die Tochter des Häuptlings Keno ten Broke geheiratet. Der Störtebeker-Turm in Marienhafe nahe Emden erinnert heute noch an diese Zeit.

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Herrschaftsgebiete der Häuptlinge und ihr Einfluss recht gering waren. Auch die Ostfriesen wurden unter Druck gesetzt, so dass Störtebeker schon nach kurzer Zeit den Stützpunkt Marienhafe wieder verlor.

Vor allem aber spielte Störtebeker eine Rolle im Krieg zwischen Dänemark und Schweden: Als Blockadebrecher stellten die "Viktualienbrüder" (auch: Vitalienbrüder) die Lebensmittelversorgung Stockholms bei der Belagerung durch dänische Truppen sicher. Nach dem Ende der Auseinandersetzung machten sie einfach weiter (so sind übrigens sehr viele Piraten an ihren "Job" gekommen) und beeinträchtigten als Kaperfahrer den Handelsverkehr der gesamten Nord- und Ostseeschifffahrt.

Auch auf Rügen - Deutschlands grösster und zweifellos schönster Insel - soll Störtebeker einen Stützpunkt gehabt haben, angeblich nördlich von Sassnitz. Das ist wohl allerdings eher im Bereich der Legende anzusiedeln.

Wahr ist aber, dass seit 1959 (damals in der DDR noch als "Rügenfestspiele") in Ralswiek auf Rügen die "Störtebekerfestspiele" stattfinden - mit jährlich fast 400.000 Besuchern Deutschlands erfolgreichstes Freiluft-Theater.

Nach 1398 verloren die Vitalienbrüder ihre Macht im Ostseeraum und verlegten ihre Aktivitäten in die Nordsee, wo sie aber auch bald von der Hanse und insbes. von den Hamburgern bedrängt wurden.

Im Unterschied zu seinem Kapitän Gödeke Michels blieb Störtebeker im Bereich der Nordsee und der Elbmündung, wo er von den Truppen der Hanse am 22. April 1401 vernichtend geschlagen wurde. Er fand sein Ende am 20. Oktober 1401 mit rund 30 Gefährten auf dem "Grasbrook" durch die Hand des Henkers Rosenfeld. Der Sage nach soll er den Richtern noch eine Gunst abgehandelt haben: Alle Piraten, an denen der schon geköpfte Klaus Störtebeker noch vorbeigehen würde, sollten mit dem Leben davonkommen . . . .


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